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2000 Kilometer für drei Siege

  • Spielbericht   Herren 1

Die zweite lange Auswärtsfahrt in Folge brachte der Ersten Herrenmannschaft der Goose-Necks am vergangenen Samstag einen Split im Doubleheader bei den Berlin Roadrunners ein. Mit dem 6:3 Erfolg aus dem ersten Spiel und den beiden Siegen aus dem letztwöchigen Doubleheader in Hamburg haben die Ratinger in der ersten anstrengenden Auswärtsserie der Saison drei von vier Spielen gewonnen. Auch die 13:17 Niederlage im zweiten Spiel in Berlin ließ sich so verschmerzen.

Der Roadrunner ist ein Kuckucksvogel, dessen Name sich von der Eigenart herleitet, auf den Wüstenstraßen der südwestlichen USA vor Fahrzeugen her zu sprinten, um dann blitzartig in die Sicherheit eines Gebüschs zu verschwinden. Am vergangenen Wochenende wurde ein ähnliches Verhalten nun auch bei Gänsen entdeckt: Einige von ihnen nutzen die Straßen der Bundesrepublik Deutschland, um vom Rheinland bis an die Mündung der Elbe oder in die deutsche Hauptstadt zu sprinten, nur um dort blitzartig ein, zwei Baseballspiele zu gewinnen und dann wieder zu verschwinden.
Besonders blitzartig geht es dabei immer dann zu, wenn der Gänse-Pitcher Malte Kuklan heißt. Dann kann die Gänse-Geschwindigkeit sogar den Roadrunner selbst beeindrucken, wie am vergangenen Sonntag beim Spiel der Ratinger Gänse bei den Berlin Roadrunners deutlich wurde. Mit gerade einmal 104 Pitches beendete Kuklan die kompletten neun Innings im Eiltempo. Kein Walk bei vier Strikeouts sowie eine beinahe fehlerfreie Ratinger Defensive waren die Hauptgründe für die rasche Spielabwicklung, die von den erstaunten Berlinern nur selten gestört wurde.
In der Offensive maximierten die Gänse ebenfalls zunehmend ihre Zeit- und Ressourceneffizienz. Waren im zweiten Inning noch zwei Singles, zwei Walks und ein Balk nötig, um zwei Runs und die erste Führung des Spiels zu erarbeiten, so genügte im siebten Inning für den sechsten Punkt ein Walk und ein krachender Double von Malte Schulz für den sechsten Run. Dazwischen erzielten die Ratinger im fünften Inning nach Hits von Frank Dyckmans, Jonas Kuklan und Robert Füsser die Runs drei bis fünf. Gepaart mit der starken Defensivleistung war das genug für den 6:3-Sieg und im Brauseschritt ging es weiter mit Spiel 2.

Im zweiten Spiel waren die beiden Vogel-Teams der Zweiten Baseball-Bundesliga Nord dann aber anscheinend so erschöpft vom hohen Tempo, dass sie erst mal alles darauf anlegten, möglichst lange im eigenen Dugout entspannen zu dürfen. Was beim Baseball allerdings nur dann möglich ist, wenn man selbst am Schlag ist, und so kam es auf beiden Seiten von Beginn an zu langen Innings mit vielen Punkten.
Christian Wöllenstein auf Seiten der Goose-Necks hatte dabei einen schweren Stand gegen die Berliner Schlagmänner, die ihm Hit um Hit einschenkten. Bereits im zweiten Inning sahen sich die Goose-Necks deswegen genötigt, den Werfer zu wechseln. Doch nur wenige Gänse können so nach Herzenslust über deutsche Autobahnen rasen wie die zehn, die nach Berlin gekommen waren, und unter denen fand sich kein dritter Pitcher. So musste abermals Malte Kuklan auf den Mound, der tatsächlich einigermaßen an die Leistung aus dem ersten Spiel anknüpfen konnte und die Roadrunners drei weitere Innings in Schach hielt.
Doch auch die schnellste Gans verlässt irgendwann die Kraft, und im fünften Inning, bei einer Führung von 9:8, war dies auch bei Malte Kuklan der Fall. Auf den Mound geschickt wurde sein Bruder Jonas Kuklan (letzter Pitching Auftritt: Ca. acht Jahre her), der drei Berliner per Walk auf die Base ließ und dann wieder ausgewechselt wurde. Ihm folgte Mark Buschmann auf dem Mound (letzter Pitching Auftritt: Zu einem Batter gepitcht, den abgeworfen), dem es nicht besser erging. Nach zwei weiteren Walks war die Führung dahin und das Spiel auf dem Weg in die Lächerlichkeit, als Christian Wöllenstein dem Schauspiel ein Ende machte und sich wieder auf dem Mound stellte.
Die Berliner hatten allerdings nicht vergessen, wie man Wöllensteins Pitches schlägt und machten da weiter, wo sie im zweiten Inning aufgehört hatten. Zu allem Überfluss wurde zu diesem Zeitpunkt dann auch die Defensive der Goose-Necks unsicher und produzierte einige Fehler. Schnell waren die Roadrunners darauf hin mit 17:10 in Führung, und auch drei Punkte im letzten Ratinger Schlagdurchgang änderten nichts mehr an der Niederlage.

Nach zwei Wochenenden mit langen Auswärtsfahrten nach Hamburg und Berlin, die das Erste Herrenteam nah an die Grenzen des Spielerkaders führten, stehen die Gänse nun mit fünf Siegen und einer Niederlage an der Tabellenspitze der Zweiten Bundesliga Nord. Es folgt der logistisch etwas entspanntere Teil der Saison, der am 2. Juni mit einem Heimspiel gegen die Braunschweig Subway 89ers beginnt. Ihre Roadrunner-Qualitäten müssen die Goose-Necks erst im August wieder beweisen, wenn es wieder nach Hamburg und Berlin geht – dann allerdings mit zwei Wochen Pause zwischen den beiden Doubleheadern.
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