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Als die Schläger schwiegen...

  • Spielbericht   Herren 1

Die erste Herrenmannschaft fuhr mit einem Rumpfkader nach Dohren bei Hamburg, rechnete sich aber dennoch Chancen auf mindestens einen Sieg aus. Die sollten sie zwar erhalten, aber scheiterten in den entscheidenden Momenten immer wieder aufgrund mangelnder Cleverness oder fehlender Spielübersicht und verloren mit 10-0 und 7-3.

Das größte Problem trat bereits lange vor der Auswärtsfahrt auf. Es galt Claus Hendricks, Tobias Meyer-Langenfeld, Christian Castro, Robin Lorenz und Alex Fairhurst zu ersetzen. Diese Aufgabe fiel Christian Wöllenstein zu, der den in seiner Heimat Panama weilenden Gilberto Marshall als Coach vertrat. Viele Gespräche wurden geführt, Springerregelungen hin und her untersucht, taktische Varianten überlegt und am Ende stand eine Aufstellung, die vorsah, Debütant Stephan Schneider gegen das As der Dohrener, Henrik Dallmann, antreten zu lassen. Da nicht abzusehen war, ob Dallmann das erste Spiel auch werfen würde, entwickelte Coach Christian Wöllenstein den vermeintlich cleveren Plan, sich selbst als Starter für das erste Spiel einzutragen und, falls Dallmann tatsächlich beginnen sollte, flugs vor dem ersten Wurf mit dem Rightfielder Stephan Schneider zu tauschen, um selbst für das zweite Spiel eine Pitching-Alternative sein zu können.
Es sollte ein Eigentor werden. Unwissend ob der Regel, dass der Starting Pitcher mindestens eine Plate Appereance eines Schlagmanns vollziehen muss, sofern er nicht verletzt ist, begann er das Spiel und sah sich dem Amerikaner Paul Foltz gegenüber. Dieser traf einen nach innen geworfenen Wurf viel zu spät, brachte ihn aber ins Feld. In diesem Moment hatte er doppeltes Glück. Erstens wäre eine echte Holzkeule auseinandergebrochen, aber sein Holzimitat hielt. Zweitens gurkte das Ball so langsam durch das Innenfeld, dass er selbst nach dem herausragenden Spielzug von Henrick Andersen knapp sicher war.
Wöllenstein verließ absprachegemäß danach den Hügel wieder und Schneider nahm seine Arbeit auf. Er machte seine Sache von Anfang an sehr gut, konnte allerdings nicht verhindern, dass Foltz einen Punkt erzielte. Da die Ratinger in der ganzen Partie keinen einzigen produzieren konnten, wird die Niederlage dem Starting Pitcher und vermeintlich cleveren Taktikfuchs Christian Wöllenstein gut geschrieben.
Es sollte das einzige „Highlight“ für die Ratinger in der spannungsarmen ersten Partie bleiben. Dallmann spulte sein Programm runter und überforderte damit die meisten Ratinger. Nur von der Heide und Buschmann erzielten Singles, einzig Wöllensteins Line-Drive flog weit zum Handschuh des Centerfielders, alle anderen Schläge verließen das Infield nicht. Ansonsten brachte sich Dallmann nur durch seine eigene Unkontrolliertheit ab und zu in Bedrängnis, woraus aber kein Kapital geschlagen werden konnte.
Offensiv mussten die Dohrener nicht viel dafür tun, um zu Punkten zu gelangen. Wenige Hits auf den starken Schneider reichten, da fünf Feldspielfehler der Ratinger die Arbeit erleichterten. Jeder der Fehler verursachte Punkte und so wurde aus einem knappen Spiel Stück für Stück ein deutliches. Im vierten Spielabschnitt verließ Schneider ein wenig die Kräfte, da er bereits einen Tag vorher gegen Solingen in der Verbandsliga geworfen hatte. Er wurde durch Björn Bartz ersetzt.
Dieser machte zunächst seine Arbeit ordentlich, doch bereits im zweiten geworfenen Spielabschnitt bei zwei Aus entglitten ihm zunächst die Kontrolle über seine Würfe und dann über das Spiel. Beim Stande von 10-0 griff die Abbruchsregel und das erste Spiel war vorbei.

Im zweiten Spiel bestieg Junioren-Nationalspieler Thies Brunkhorst den Hügel für die Dohrener. Mit ihm sollten die Ratinger Schlagleute deutlich besser zurecht kommen. Doch die vielen harten Schläge und Line-Drives sollten sich in den ersten drei Innings nicht auszahlen. Immer stand irgendwo ein Gegner am richtigen Platz und viele gefährliche Schläge konnten mühelos entschärft werden.
Die Niedersachsen hatten diesbezüglich über den ganzen Spielverlauf betrachtet deutlich mehr Glück. Erster Schlagmann und US-Import Foltz hatte bereits im ersten Spiel mehrfach durch seine Laufgeschwindigkeit seine schwächeren Schläge kompensieren können. Auch das zweite Spiel sollte offensiv so für die Niedersachsen anfangen, bei dem sie sich Malte Kuklan gegenübersahen. Dieser warf eine überragende Partie, konnte aber dennoch den ersten Punkt von Foltz nicht verhindern.
Ein zweiter folgte im dritten Spielabschnitt, als nach zwei aufeinanderfolgenden Hits von Lempfert und Foltz und einem Opferschlag von Hassenpflug, Jaap einen weiten Schlag zu Centerfielder von der Heide folgen ließ. Dieser fing den Ball und schmetterte ihn in Richtung Catcher Björn Bartz. Doch der Ball traf leider wenige Hunderstel nach dem Läufer ein. 2-0.
Das vierte Inning begann und die Punkteausbeute der Gänse überstieg die Null immer noch nicht. Aushilfstrainer Christian Wöllenstein griff ein wenig in die psychologische Trickkiste und versprach dem Spieler, der den ersten Punkt erzielt, und dem Spieler, der den anderen zu diesem für Ratinger Verhältnisse außergewöhnlichen Ereignis durch einen Schlag verhilft, Bier für die Rückfahrt. Dennoch griff er damit bereits im ersten Spiel zu kurz, da die meisten der anwesenden Spieler noch nicht bzw. zu solide studieren, um Alkohol als zusätzliche Motivation anzusehen. Es war fast nur konsequent, dass es Christian Wöllenstein höchstpersönlich war, der im vierten Spielabschnitt Hendrik Andersen zum 2-1 Anschlusspunkt hereinschlug.
Vorausgegangen war ein Hit des letztgenannten, der durch ein wilden Wurf und Schlag von Jonas Kuklan auf das dritte Base gelangte.
Mit einem Spielstand von 2-1 ging es in das sechste Inning. Die Dohrener wechselten den Veteran Timm Max ein. Nach einem schnellen Aus gegen Malte Kuklan verlor er seine Kontrolle und ließ von der Heide und Anderson per Walk und Hit mehr oder weniger kampflos auf die Bases ziehen. Doch er fing sich wieder und lieferte sich mit Jonas Kuklan ein spannendes Duell. Doch der lange Schlagauftritt von Jonas Kuklan wurde nicht mit dem verdienten Freilauf beendet, sondern mit einer Strike-Out-Pointe des Schiedsrichters. Zwei Aus.
Christian Wöllenstein trat an die Platte und machte sich nur kurze Zeit später auf den Weg nach First Base, da Max wieder Probleme mit der Kontrolle hatte. Bases Loaded, Stephan Schneider musste Punkte erzielen. Doch das tat er nicht. Das besorgten die Dohrener nach einem katastrophalen Fehler des Short-Stops nämlich selbst, wodurch die Gänse mit 3-2 in Führung gehen konnten. Pehle lud nach Freilauf wieder die Bases und Max wurde durch Hassenpflug ersetzt.
Diesem stand Björn Bartz gegenüber, der anfänglich ein paar schlechte Würfe sah. Doch Hassenpflug kämpfte sich zurück und „gleichte“ auf zwei Strikes und drei Balls aus. Er schien die Kontrolle über das Geschehen genommen zu haben, warf dann allerdings auf den vergleichsweise körperlich kleinen Bartz einen hohen, schnellen Ball, an dem der Schiedsrichter überraschenderweise Gefallen fand.
Unverdient abrupt endete so dieser erfolgreiche Spielabschnitt für die Gänse durch ein weiteres Strike-out.
Mit einer Führung fing der Rückschlag der Dohrener an. Kuklan schwanden zusehends die Kräfte und gab nach Double Jaap, RBI-Single Max und Flugaus Petzold den Hügel an von der Heide ab. Dieser sollte gut starten. Gleich der zweite Wurf beendete einen missglückten Squeeze-Play-Versuch der Dohrener. Catcher Bartz konnte sich hierbei spektakulär in Szene setzen. Bei zwei Aus gab von der Heide das erste Single ab. Er kam einfach nicht so richtig ins Spiel rein und hatte fast noch Glück. Ein missglückter Schlag von Wohlgemuth trudelte zu First-Baseman Wöllenstein, der sich von seinem Base fortbewegen musste, um diesen einfachen Ball zu fangen. Er tat dies, doch leider machte sich von der Heide nicht auf den Weg zum ersten Base, um dort den Wurf in Empfang zu nehmen. Der Schlagmann war sicher.
Nun man das Unheil seinen Lauf. Walks und Hits wechselten sich ab und kurze Zeit später waren weitere zwei Punkte erzielt. Wöllenstein bestieg nun den Mount und kassierte weitere zwei Punkte, ehe das schreckliche Inning sein Ende fand.
Die Gänse konnten sich nicht noch einmal aufbäumen und so endete das Spiel mit 7-3 zugunsten der Wild Farmers. Über den Tag gesehen gehen diese beiden Niederlagen absolut in Ordnung, da die Niedersachsen deutlich stärker schlugen und eine viel bessere Defensive spielten.
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