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Die „Split-Necks“ schlagen auch in Niedersachsen zu

  • Spielbericht   Herren 1

Mit zwei spannenden Spielen starteten die Ratinger in eine Serie mehrerer Auswärtsspiele. Ihr erster Gegner waren die Braunschweiger Subway 89ers, die im letzten Jahr noch unter dem Namen Knochenhauer in der Regionalliga vor den Gänsen Meister wurden.

Die Umbenennung des Vereins von einem merkwürdigen zu einem noch merkwürdigeren Namen (wobei allerdings anzumerken ist, dass „Goose-Necks“ weltweit ebenfalls einzigartig sein dürfte...) hat einen interessanten Hintergrund. „Subway“ ist ein Braunschweiger Veranstaltungsmagazin, ähnlich dem „Coolibri“ im Ruhrgebiet. Gemeinsam mit dem Radio „RTL 89“ wurde ein wohl einzigartiger Marketingfeldzug initiiert. Durch großflächige Zeitungsannoncen, Radioreportagen und Aktionen wie „Treffen mit den Baseballstars“ wurde nicht nur die Aufmerksamkeit der Bevölkerung geweckt, sondern auch erfolgreich zum Baseballplatz gelockt. Etwa 400 Zuschauer dürften die Spielen verfolgt haben und bildeten einen äußerst würdigen Rahmen für zwei ereignisreiche Spiele.
Das Pitcher-Duell des ersten Spiels bestritten Sebastian Kaluza und Tobias Meyer-Langenfeld. Um es vorweg zu nehmen: Beide zeigten überragende Leistungen.
Sieben Innings lang gestatteten beide keine Punkte. Die Gänse gerieten nur zweimal in die „Verlegenheit“ zu punkten. Im zweiten Inning standen Mark Buschmann und Robin Lorenz auf den Bases 2 und 3 bei einem Aus, aber die Strikeouts gegen Fairhurst und Daghighian zerstörten die Hoffnungen auf eine frühe Führung.
Im sechsten Inning stand Malte Kuklan auf dem dritten Base und sein Bruder Jonas schlug einen weiten Ball ins Outfield, der für den ersten Punkt gereicht hätte. Doch Malte verpasste den richtigen Moment zum Loslaufen und konnte durch einen Wurf an Home aus gemacht werden.
Doch auch die Niedersachsen gingen mit ihren Chancen zu fahrlässig um. Im zweiten Inning standen Läufer auf zwei und drei bei einem Aus. Failla schlug einen Ball ins Outfield, wo er von Felix von der Heide „im Abtauchen“ gefangen werden konnte. Der Läufer von Second Base hatte damit nicht gerechnet und war erwartungsvoll in Richtung Third Base gelaufen. Ein lockerer Wurf nach Second Base vollendete das Double Play und beendete das Inning.
Soweit die Ereignisse in den ersten sieben Innings. Ein erstes Entscheidungsinning musste her, bei dem die Ratinger in Führung gehen konnten. Ein Hit und ein Stolen Base brachten Alex Fairhurst nach Second Base. Christian Castro schlug einen harten Groundball zum Third Baseman, den dieser nicht kontrollieren konnte. Ein wilder Wurf nach First Base sollte schließlich den ersten Punkt für Ratingen besiegeln.
Die Braunschweiger hatten allerdings noch eine Schlaggelegenheit. Ein Fehler von Robin Lorenz brachte Simon Motz auf First Base. Durch einen Bunt gelangte er nach Second Base, und durch ein weiteres Aus sogar nach Third Base.
Tobias Meyer-Langenfeld blieb aber gelassen und ging mit zwei Strikes gegen Sönke Vahle in Führung. Zum Verhängnis sollte der dritte Wurf werden, zwar gut platziert war, aber dennoch vom Schlagmann zu einem Hit verwandelt werden konnte. Ausgleich.
Der nächste Schlagmann, Remko Ahrens, schlug einen hohen Flugball ins linke Außenfeld, doch der Ball wurde in der Sonne „verloren“ und konnte nicht gefangen werden. Nun verlor auch Meyer-Langenfeld die Nerven und warf Tim Strübing ab. Bases loaded, zwei Aus.
Marco Failla kam an die Platte und wenige Momente später traf er einen sehr guten Wurf ungenau. Dieser segelte langsam über Freund und Feind hinweg in Richtung Centerfield und konnte von dem heranstürmenden von der Heide nicht gefangen werden. 2-1. Spiel vorbei.
Bei den Gänsen lagen die Nerven erst einmal blank, doch sie sollten sich in der Pause schnell wieder erholen.
In den ersten drei Innings des zweiten Spiels erzielten sie auf Sebastian Howen drei Punkte, unter anderem durch ein Homerun von Mark Buschmann.
Für die Ratinger begann Robin Lorenz auf dem Mound. Er bewies eindrucksvoll, dass er einen der besten Fastballs der Liga besitzt und ließ den gegnerischen Schlagmännern keine Chance, wenn er seine Würfe platzieren konnte. Denn fast ebenso eindrucksvoll warf er häufig weit am Ziel vorbei.
In den ersten beiden Innings ging das noch gut, denn die Braunschweiger konnten keine Punkte erzielen. Doch im dritten Spielabschnitt waren alle Bases besetzt und kein Aus erzielt. Christian Wöllenstein übernahm die Position des Pitchers. Den ersten Schlagmann, Oliver Madsack, strikte er aus und lag auch schon beim folgenden mit zwei Strikes vorne. Doch dummerweise ging der nächste Wurf daneben und der Batter wurde getroffen. 3-1. Tim Strübing schlug einen Opferflugball. 3-2. Marco Failla gelangte durch einen Error von Mark Buschmann auf Second Base. 3-4. Christopher Mason erzielte schließlich den ersten Hit des Innings zum 3-5, bevor Walter Schauer zum dritten Aus wurde.
Danach war die mühsam wieder hergestellte gute Stimmung der Gänse wieder im Keller. Die folgenden zwei Innings lief offensiv nicht mehr viel zusammen. Bei den Braunschweigern aber auch nicht, da Christian Wöllenstein sie gut im Griff hatte. Das sechste Inning sollte allerdings die Wende bringen. Bei zwei Aus und bereits einem von Castro erzielten Punkt standen Pehle und Malte Kuklan auf den Bases und Sebastian Howen musste seinen Platz für den US-Import Adam Galleri räumen. Dieser ist mit einem guten Fastball gesegnet, aber die Kontrolle ließ zu wünschen übrig, denn zwei Hit-by-Pitches gegen Jonas Kuklan und Hendrik Andersen später war der Ausgleich erzielt und die Bases geladen.
Christian Wöllenstein trat an die Platte und schlug sogleich einen harten Groundball zu Second Base, wo der Ball von Marco Failla aufgenommen wurde. Doch im Gegensatz zum ersten Spiel, als er den entscheidenden Hit machte, zeigte er diesmal Nerven und warf den Ball deutlich am Ziel vorbei. Es entwickelte sich ein wildes „Herumgewerfe“, bei dem alle Runner punkten konnten. Die Gänse waren wieder mit 8-5 in Führung gegangen.
Die beiden folgenden Halbinnings verliefen ereignislos, da die Werfer die Schlagmänner gut im Griff hatten. So hatten die Braunschweiger im siebten Inning ihre letzte Chance, das Spiel noch zu drehen. Das sie das können, hatten sie bereits im ersten Spiel gezeigt.
Doch Tim Strübing wurde durch einen Wurf von Jonas Kuklan aus gemacht. Marco Failla erarbeitete sich ein Base on Balls und gelangte durch einen kurzen Schlag von Mason nach Second Base. Zwei Aus.
Walter Schauer schlug einen Single ins Outfield und der Anschlusstreffer zum 8-6 war erzielt. Simon Motz erhielt einen Walk und Wöllenstein übergab das Pitching-Zepter an Tobias Meyer-Langenfeld. Gleich beim ersten Wurf versuchte Walter Schauer das dritte Base zu klauen, wurde allerdings von Malte Kuklan aus geworfen.
So fand das Spiel ein abruptes Ende von Meyer-Langenfeld hatte den kürzesten Auftritt als Einwechselwerfer seiner Karriere.
Fazit: Sicherlich war mehr als ein Sieg gegen die Braunschweiger drin, aber die Gänse zeigten Moral, Kampfeswillen und vor allem guten Baseball vor einer mehr als würdigen Kulisse, womit sie sich weiterhin im Mittelfeld der Liga behaupten.
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