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Neujahrscup 2026 in Wuppertal: Ratingens U10 setzt sich trotz Umbruch erneut durch

  • Spielbericht   Tossball (U10)

Der Neujahrscup in Wuppertal verlangte der U10 der Ratingen Goose-Necks am 10. Januar 2026 sportlich wie organisatorisch einiges ab. Am Ende eines langen und ereignisreichen Turniertages stand dennoch erneut der Turniersieg.

Der Neujahrscup in Wuppertal ist seit Jahren ein fester Termin im Hallenbaseball-Kalender und diente auch in diesem Jahr als erster sportlicher Gradmesser. Für die U10 der Ratingen Goose-Necks hatte das Turnier eine besondere Bedeutung, denn nach dem altersbedingten Wechsel von acht Spielern in die U12 befindet sich das Team in einer Phase des Umbruchs. Viele Abläufe mussten neu gefunden werden und nicht alle Rollen waren bereits klar verteilt. Entsprechend ging es für die Ratinger weniger um Ergebnisse als um Entwicklung, auch wenn der sportliche Ehrgeiz selbstverständlich vorhanden war.

Schon vor dem ersten Spiel verlief der Turniertag nicht wie geplant. Die Berlin Flamingos hatten ihre Teilnahme bereits am Mittwoch aufgrund des Schneechaos in Norddeutschland absagen müssen und baten wiederholt um Verständnis. Deutlich überraschender kam jedoch die kurzfristige Absage der Paderborn Untouchables am Morgen des Turniers. Diese Nachricht traf die Organisatoren und die anwesenden Teams unvorbereitet und brachte den gesamten Spielplan durcheinander. Besonders für Ratingen war dies ungünstig, da die Coaches großen Wert darauf legen, die Spielanteile über den Turnierverlauf hinweg möglichst gerecht zu verteilen. Durch die Umstellungen mussten die Goose-Necks bereits um 10 Uhr zum ersten Spiel antreten und standen anschließend fast zweieinhalb Stunden ohne Einsatz auf dem Feld. Diese lange Wartezeit wurde mit Karten- und Fangenspielen überbrückt, war aber alles andere als ideal für Konzentration und Rhythmus.

Eine kuriose Randgeschichte ergab sich durch einen Paderborner U10-Spieler, der dennoch in Wuppertal erschien und offenbar nichts von der Absage seines Teams erfahren hatte. Aus der Not wurde schnell eine Tugend gemacht, denn er lief für die Wassenberg Squirrels auf, die wie schon beim Nikolausturnier mit zu wenigen Spielern angereist waren. Zusätzlich unterstützte Ratingen Wassenberg im Turnierverlauf regelmäßig mit zwei Spielern, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.

Im ersten Gruppenspiel traf Ratingen direkt auf die Wassenberg Squirrels. Die Goose-Necks wirkten zu Beginn noch nicht vollständig wach und ließen mehrere gute Chancen ungenutzt, um Punkte zu erzielen. Wassenberg präsentierte sich hingegen schlagstark und blieb konstant gefährlich. Die Partie blieb bis zum Schluss offen und fand ihre Entscheidung erst im letzten Nachschlag, als Wassenberg zwei Punkte zum 8 zu 8 Ausgleich erzielen konnte. Das Unentschieden spiegelte den Spielverlauf gut wider und zeigte, dass Ratingen noch Anlaufzeit benötigte.

Nach der langen Pause folgte das zweite Gruppenspiel gegen die Wuppertal Stingrays. Es entwickelte sich eine enge Partie, in der die Ratinger Offensive lange Zeit nicht richtig zünden wollte. Mit einem Rückstand von 5 zu 10 ging es in den letzten Nachschlag, in dem maximal sechs weitere Punkte möglich waren. Plötzlich drehte die Offensive auf und arbeitete sich Punkt um Punkt heran. In dieser Phase kam es zu einer strittigen Szene, als der Scorer die Partie vorzeitig beenden wollte, obwohl noch zwei Schlagleute ausstanden. Nach einer kurzen Diskussion wurde das Spiel fortgesetzt. Beim Stand von 9 zu 10 und einem Runner auf der dritten Base trat Oskar R. als letzter Schlagmann an die Platte und schlug den Ball deutlich über die Begrenzung, was ein Base bedeutete. Unverständlicherweise durfte der Läufer von der dritten Base jedoch keinen Punkt erzielen, obwohl dies nicht den geltenden Regeln entspricht. So blieb es bei der knappen 9 zu 10 Niederlage, die bei den Ratingern für Unmut sorgte, zugleich aber auch den Kampfgeist des Teams unterstrich.

In den folgenden Gruppenspielen fand Ratingen zunehmend besser in das Turnier. Gegen die Hochdahl Neandertaler zeigten die Goose-Necks eine konzentrierte Leistung und setzten sich mit 16 zu 7 deutlich durch. Auch im abschließenden Gruppenspiel gegen die Bochum Barflies ließ Ratingen nichts anbrennen und dominierte die Partie von Beginn an. Mit einem klaren 18 zu 0 Sieg sicherte sich das Team den Einzug ins Halbfinale. In der Gruppenphase überzeugten insgesamt vor allem die Wassenberg Squirrels, die mit drei Siegen und einem Unentschieden an der Tabellenspitze landeten, während die Wuppertal Stingrays ebenfalls stark auftraten und sich verdient für die K.o.-Runde qualifizierten. Bochum und Hochdahl kämpften engagiert, konnten jedoch nur punktuell Akzente setzen.

Im Halbfinale kam es zur erneuten Begegnung mit den Wuppertal Stingrays. Dieses Mal präsentierte sich Ratingen von der ersten Minute an hochkonzentriert und deutlich strukturierter als noch in der Gruppenphase. Die Offensive agierte geduldig und nutzte ihre Chancen konsequent, während die Defensive sicher stand. Wuppertal hielt zunächst dagegen, musste sich aber zunehmend dem Druck der Goose-Necks beugen. Am Ende stand ein klarer 14 zu 7 Erfolg, der den verdienten Finaleinzug bedeutete.

Im Endspiel warteten erneut die Wassenberg Squirrels, für die mit Nils und Mutsumu weiterhin zwei Ratinger Spieler auf dem Feld standen. Zu diesem Zeitpunkt wirkte das Team aus Ratingen jedoch deutlich eingespielter als noch zu Beginn des Turniers. Die Goose-Necks übernahmen früh die Kontrolle, punkteten konstant und ließen defensiv nur wenig zu. Ein besonderer Höhepunkt war der erste Homerun von Oskar B., der nicht nur für einen weiteren Punkt sorgte, sondern sinnbildlich für die Entwicklung des Teams an diesem Tag stand. Mit einem deutlichen 16 zu 8 Erfolg sicherte sich Ratingen schließlich den Turniersieg und verteidigte damit den ersten Platz aus dem Vorjahr.

Der Neujahrscup 2026 zeigte eindrucksvoll, wie sich eine junge Mannschaft trotz Umbruch, widriger Umstände und enger Entscheidungen innerhalb eines Tages steigern kann. Ein besonderer Dank gilt den Wuppertal Stingrays für die hervorragende Organisation des Turniers sowie den Schiedsrichtern, Scorern und dem Catering-Team, die zu einem rundum gelungenen Turniertag beitrugen.
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< 1. Damen beim Saisonauftakt gegen Bonn, Foto: Silvio Husemann (14.04.25)

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