Zum Auftakt wartete die erste Mannschaft der Cologne Cardinals. Ratingen begann konzentriert, brachte die ersten Läufer auf Base und ging früh in Führung. Doch schon in den folgenden Innings kippte das Spiel. In der Defensive fehlte die letzte Präzision. Ein Routine Groundball sprang unter dem Handschuh durch. Ein Wurf zur ersten Base geriet zu hoch. Die Cardinals nutzten diese Einladungen konsequent. Offensiv produzierte Ratingen zwar sieben Runs, ließ aber zu viele Chancen liegen. Mehrfach strandeten Läufer auf zweiter und dritter Base, weil der entscheidende Schlag ausblieb. Die 7 zu 11 Niederlage war kein Debakel, aber ein erster Dämpfer.
Gegen die Krefeld Crows setzte sich das Muster fort. Ratingen zeigte phasenweise gute Ansätze, doch die Konstanz fehlte. Ein starkes Inning mit mehreren sauber geschlagenen Bällen brachte das Team zwischenzeitlich heran. Dann folgte wieder ein defensiver Einbruch. Zwei Missverständnisse im Outfield führten zu zusätzlichen Bases für Krefeld. Krefeld zog davon. Mit 9 zu 12 unterlag Ratingen erneut. Zwölf zugelassene Runs sprechen eine klare Sprache.
Das Spiel gegen die Untouchables Paderborn entwickelte sich früh in eine eindeutige Richtung. Paderborn schlug druckvoll und präzise, setzte die Ratinger Defensive permanent unter Druck. Mehrere harte Line Drives fanden die Lücken. Hinzu kamen Unsicherheiten bei Würfen über die Distanzen der Halle. Ratingen wirkte verunsichert. Offensiv gelang kaum etwas. Zu viele schnelle Aus, zu wenig Geduld am Schlagmal. Nach wenigen Innings war die Partie entschieden. Das 4 zu 17 fiel deutlich aus und spiegelte die Kräfteverhältnisse an diesem Nachmittag wider.
Auch gegen Solingen Alligators 2 gelang es nicht, Stabilität ins Spiel zu bringen. Ratingen hielt zunächst mit, produzierte eigene Runs und zeigte einzelne gute Spielzüge. Doch wieder waren es die kleinen Fehler, die sich summierten. Ein eigentlich sicheres Flyout wurde fallen gelassen. Ein missglückter Wurf ins Infield ermöglichte zusätzliche Bases. Solingen nahm die Geschenke an. Trotz zehn eigener Runs stand am Ende eine 10 zu 14 Niederlage.
Der einzige Erfolg des Tages gelang gegen die Verl Yaks. Hier zeigte Ratingen endlich Ansätze dessen, was in der Mannschaft steckt. Die Offensive agierte aggressiver und zielgerichteter. Mehrere gut platzierte Schläge ins Outfield brachten wichtige Runs. Auch defensiv wirkte das Team wacher. Zwei schnelle Aus an der Homeplate stoppten mögliche Verl Läufe. Mit 13 zu 10 setzte sich Ratingen durch. Es war kein perfektes Spiel, aber zumindest eines mit der nötigen Konsequenz.
Im abschließenden Spiel gegen die Wuppertal Stingrays ging es noch einmal um ein wichtiges Signal. Doch auch hier fehlte die letzte Durchschlagskraft. Ratingen kämpfte, kam mehrfach heran, konnte aber defensive Schwächen nicht vollständig abstellen. Wuppertal nutzte seine Chancen effizienter und gewann mit 10 zu 7. Damit endete der Spieltag mit fünf Niederlagen aus sechs Spielen.
In der Summe blieb Ratingen deutlich unter den eigenen Möglichkeiten. Weder offensiv noch defensiv fand das Team über längere Phasen zu einem stabilen Rhythmus. Die Schlagquote schwankte stark. In der Defensive fehlte es an Abstimmung und Präzision. Würfe gerieten ungenau, Laufwege waren nicht immer klar kommuniziert. Szenen wie ein überhasteter Wurf ins Leere stehen exemplarisch für diesen Tag.
Die Auswirkungen zeigen sich in der Tabelle. Vor dem Spieltag noch auf Rang drei platziert, rutschen die Goose Necks nun auf Platz sechs ab. Drei Punkte Rückstand auf das Treppchen sind aufzuholen.
Der finale Spieltag findet am 8. März in Wuppertal statt. Fünf Spiele stehen dort noch aus. Um wieder unter die ersten drei zu kommen, müssen alle fünf gewonnen werden. Eine schwierige Aufgabe, aber rechnerisch möglich. Voraussetzung ist eine deutliche Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen. Köln hat gezeigt, was passiert, wenn die Konstanz fehlt. Wuppertal bietet die Gelegenheit zur Korrektur.